Wie konnte ein polizeibekannter Gefährder das islamistische Attentat in Berlin auf den CSD verüben? Rixa Fürsen analysiert mit Extremismus-Expertin Gülden Hennemann, warum es bei den Behörden womöglich zu Fehleinschätzungen kam. Hennemann ist Politikwissenschaftlerin und Orientalistin. Sie leitet die Zentrale Koordinierungsstelle für Maßnahmen gegen Extremismus im bayerischen Justizvollzug.

Hennemann warnt, dass eine bloße Distanzierung z.B vom IS mögliche Täter nicht gleich ungefährlich mache. Sie fordert einen lückenlosen Informationsaustausch zwischen Polizei und Gerichten, der nicht durch falschen Datenschutz blockiert werden dürfe.

Im „Beraterkreis Islamismusprävention und Islamismusbekämpfung“ des Bundesinnenministeriums kämpft Hennemann dafür, Radikalisierungsprozesse frühzeitig zu stoppen, ganz besonders an Schulen. Zudem müsse die Gesellschaft aufhören, Islamismus aus falscher Angst vor Stigmatisierung zu tabuisieren.

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